Chronik

Ein Ausflug in die Geschichte des Vereins: Aus einer alten handschriftlichen Bestandsmeldung ist herauszulesen, dass „am 25. Februar 1908 14 Bürger und Bürgersöhne von Schlaifhausen und Leutenbach einen Männerchor gründeten“ und auch an diesem Tag die Vereinsstatuten festlegten.  Zu den Proben kamen die Männer anfangs in den Privathäusern zusammen – eine Tatsache, die vielleicht zum Namen des Vereins führte. Bei der Gründungsversammlung wurde als Vorstandschaft gewählt:  Johann Meixner als 1. Vorsitzender, Johann Nagengast als Kassier, Johann Gg. Wohlhöfner als Schriftführer.  Als erster Dirigent des Vereins wirkte der musikalisch fundierte Theodor Sitzmann aus Schlaifhausen. Die 14 Gründungsväter waren:

1. Drummer Georg, 2. Harrer Johann, 3. Haas Johann, 4, Meixner Georg,5.  Meixner Jakob, 6. Meixner Johann,
7. Nagengast Johann, 8. Reck Konrad, 9. Schütz Andreas, 10. Schütz Georg, 11. Seiler Johann Georg,
12. Reichenberger Christoph, 13. Uttenreuther Johann,  14. Wohlhöfner Johann Georg.

Nach dem unseligen Ende des 1. Weltkrieges erwachte bald wieder die Lust zum Singen. Es war wohl auch das beste Heilmittel, Not und Tod der harten Schicksalsschläge zu überwinden und zu vergessen.

Nach der Unterbrechung der geordneten Vereinstätigkeit durch den 1. Weltkrieg schlossen sich 16 Sänger im Jahr 1925 unter dem Vorstand von Hans Wohlhöfner und dem Dirigenten Theodor Sitzmann erneut zusammen und bestimmten als Vereinslokal die Gastwirtschaft Nagengast. Die Gründungsväter setzten sich in ihren Vereinsstatuten das Ziel: „Erziehung der Jugend zum schönen Gesang durch eine wöchentliche Gesangsstunde zur Heranbildung eines tüchtigen Männerchores und zur Einübung patriotischer und geselliger Lieder“. Das Liedgut z. B. mit ‚Trutzliedern’ „Das Lied der jungen Schar“, Hrsg. vom Dt. Sängerbund, entsprach der damaligen Gesinnung. Durch den Verlust der Protokollbücher während der Kriegsjahre gibt es leider keine näheren Aufzeichnungen über die Vereinsaktivitäten. Jedoch kann aus der dokumentierten Festrede von Wilhelm Nagengast zur Fahnenweihe 1962 entnommen werden, dass der Männerchor 1927 erstmalig öffentlich im Nachbardorf Leutenbach erfolgreich auftrat und dort die Fahnenweihe des Gesangvereins umrahmte. Dies ist ein erster Höhepunkt in der Geschichte unseres Vereins, zumal sich „seinerzeit viele Jugendliche rege daran beteiligten“. Daraus ist zu schließen, dass sie ihrem Erziehungsauftrag voll und ganz nachgekommen sind. 1934 trat der Verein dem Deutschen Sängerbund bei und beteiligte sich im Jahr darauf erstmals mit großem Erfolg an einem Wertungssingen im Kolpinghaus in Forchheim. Bald aber verdrängte das Lied der Nationalen Bewegung das traditionsreiche Volksliedsingen und vielen war nicht mehr wohl dabei. So brachte der beginnende 2. Weltkrieg eine weitere Zäsur und der Verein kam zum Stillstand.

1946 – 1961 Neuer Aufbruch

Kurz nach Kriegsende, nachdem die amerikanische Militärregierung das erlassene Verbot der Vereinsbildung wieder aufgegeben hat, erwachte wieder die Lust in froher Gemeinschaft zu singen. Der amtierende Vorstand Hans Wohlhöfner konnte den nach Schlaifhausen versetzten Junglehrer Rudolf Meixner als neuen Chorleiter gewinnen, was sich in den Folgejahren als Glücksgriff herausstellte. Unter dem Wirken des neuen Chorleiters kamen unsere „Urväter“ zu ihrer ersten Blüte nach den Kriegswirren. Die Mitgestaltung der Kircheneinweihung 1949 in Schlaifhausen war ein Höhepunkt im Vereinsleben. Der Verein schloss sich 1953 dem neu gegründeten Fränkischen Sängerbund und DSB an. 1954 lud der Männerchor die Chöre aus den umliegenden Dörfern der Ehrenbürg zu einem Sängertreffen nach Schlaifhausen ein. Beim Sängerbundesfest in Bamberg 1955 nahmen die Sänger am Gemeinschaftschor des Sängerkreises Regnitz teil. Der Wegzug von Rudolf Meixner 1956 bewirkte in den Folgejahren einen mehrmaligen Wechsel an Chorleitern. Die Ära „Meixner“ war so positiv prägend, dass sich heute noch viele Vereinsmitglieder gerne an ihn erinnern und davon erzählen.

Chorleiterturbulenzen:

Anfang 1957 war die Probenarbeit wieder lahm gelegt, da ein Chorleiter nicht gewonnen werden konnte. Als im März 1957 Lehrer Franz Ammon aus Reuth an die hiesige Schule versetzt wurde, übernahm dieser die verwaiste Chorleiterstelle. Nun wurde „Proben“ zur ersten Priorität und es war eine Aufwärtsentwicklung unverkennbar. Doch nach der überraschenden Berufung von Ammon im Februar 1958 nach München musste erneut nach einem Dirigenten Ausschau gehalten werden. Aushilfsweise erklärte sich der Chorleiter des Gesangvereins Leutenbach, Josef Galster bereit, auch unseren Chor zu übernehmen und leitete ihn vorbildlich bis April 1958. Ihm folgte Erwin Werther aus Wiesenthau und führte im Oktober 1959 erfolgreich das zweite Sängertreffen „Rund ums Walberla“ durch. Nach dem Treffen musste sich Erwin Werther leider wieder seinem Heimatverein widmen. Eine erneute Suche begann. Erfreulicherweise stellte sich Lehrer Peter Schnell aus Seidmar bereitwillig zur Verfügung und so konnte der Chor von November 1959 bis 1961 viele weltliche und kirchliche Feiern mitgestalten. Nach der unverhofften Berufung von Peter Schnell an die Schule in Rettern wurde der Chor führungslos. Aus der Notsituation erinnerte man sich an Lehrer Franz Ammon und Vorstand Hans Wohlhöfner konnte ihn zum zweiten Mal für das Chorleiterpult gewinnen. Dies war besonders notwendig, da 1962 als großes Ereignis die Fahnenweihe des Vereins bevorstand.

1962 – 1970  Das neue Vereinsprofil

Im Mai 1962 wurde die neue Fahne geweiht und zusammen mit dem Gruppensingen der Sängergruppe Forchheim-Ost gefeiert. Der damalige Vereinswirt, Landtagsabgeordneter und Bürgermeister der Gemeinde Schlaifhausen, Wilhelm Nagengast, gab sich die Ehre, für den Verein eine Fahne zu stiften, dessen Patenschaft der Gesangverein „Cäcilia“ Kirchehrenbach gerne übernahm. Bei diesem großartigen Fest wurde erstmalig ein Vereinsbild der Sänger enthüllt und lässt heute noch im Vereinslokal „Ehrenbürg“  Erinnerungen  wach  werden..

Der 1. Vorstand Hans Wohlhöfner legte 1964 aus Altersgründen nach fast 40-jähriger Vorstandstätigkeit sein Amt nieder, konnte aber zuvor noch 1963 den nach Schlaifhausen zugezogenen Lehrer Klaus Bencker als neuen Chorleiter gewinnen. Dadurch wurden die jahrelangen Chorleiterprobleme glücklich gelöst. Die neue Vorstandschaft mit dem 1.Vorsitzenden Gregor Erlwein ernannte Hans Wohlhöfner für seine langjährigen Verdienste um den Verein zum Ehrenvorstand.

1965 Gründung des Gemischten Chores

Bereits in der 50er Jahren erweiterten gelegentlich Frauenstimmen bei kirchlichen Anlässen den Männerchorgesang. Der musikalisch talentierte Chorleiter Klaus Bencker erkannte zusammen mit dem 1. Vorstand Gregor Erlwein die Zeichen der Zeit und gründete parallel zum bestehenden Männerchor den Gemischten Chor. So sind seit 1965 erstmals Frauen im Gesangverein Unter Uns Schlaifhausen regelmäßig aktiv im Chorgesang eingebunden. Der Männerchor musste jedoch 1970 aus Gründen unregelmäßiger Besuche der Chorproben bedingt durch Schichtarbeit sein Wirken einstellen.

Unter der Stabführung von Klaus Bencker steigerte der Gemischte Chor beachtlich seine Leistungen und wurde 1974 mit der Hans-Sachs-Plakette in Gold ausgezeichnet.

Das Jahr 1977 brachte eine Neuerung in der Vorstandschaft. Zum neuen Vorsitzenden wurde Nikolaus Wohlhöfner gewählt. Für den aus beruflichen Gründen scheidenden Vorsitzenden Gregor Erlwein ging noch ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: Ein vom Vereinswirt Nagengast gestiftetes neues Klavier konnte zukünftig die Probenarbeit erleichtern.

In den Folgejahren konnte sich der Verein gesanglich und kulturell weiter gut entwickeln. Dies belegt u.a. ein Bewertungsgutachten des Fränkischen Sängerbundes aus dem Jahr 1981 mit der stolzen Bewertung des Chores, in der es heißt: „Bei sehr guter Chordisziplin und Chorleitung ist die musikalische Gestaltung mit „gut“ zu bewerten“. Diese Leistung erzielte der Chor bei einem Geistlichen Konzert mit Wertungssingen in Forchheim, die der stetigen, ausgezeichneten Chorarbeit des Chorleiters Klaus Bencker zu verdanken ist.

1983  75-jähriges Vereinsjubiläum

Das Festwochenende im Mai 1983 stand ganz im Zeichen des Chorgesangs. Verbunden mit dem Gruppensängerfest wurde das 75-jährige Vereinsjubiläum gebührend gefeiert, dessen Schirmherrschaft der Bürgermeister der Stadt Forchheim und früherer Chorleiter des Vereins, Rudolf Meixner, übernahm.

Der Zeitungsbericht drückt die Feststimmung bestens aus. 

1987  „Taktstock“ – Wechsel am Chorleiterpult

Die folgenden Vereinsjahre waren neben dem Chorgesang im Ort ausgefüllt mit vielen Aktivitäten wie Platzsingen bei Jubiläen benachbarter Vereine bzw. Schloss- und Adventssingen. Gegen Ende des Jahres 1986 kündigte der langjährige Chorleiter Klaus Bencker an, dass er künftig sein Amt aus beruflichen Gründen abgeben müsse.

In den 24 Jahren Chorleitung hatte er den Chor gut formiert und gesangliche Fundamente geschaffen, um ihn in jüngere Hände zu geben. Auf Bitten des scheidenden Chorleiters besuchte der noch junge 2. Vorsitzende und aktiver Sänger, Michael Wagner, mehrere Chorleiterschulungen und übernahm 1987 das Chorleiterpult. Bereits beim Jubiläumskonzert 1988 anlässlich des 50-jährigen Vereinsjubiläums gab der neue Chorleiter Michael Wagner erfolgreich sein Debüt. An einem gesonderten Ehrungsabend erhielt der langjährige Chorleiter K. Bencker eine Ehrenurkunde für 25-jährige Chorleitertätigkeit aus den Händen der Gruppenchorleiterin Frau Ruth Behner des Fränkischen Sängerbundes. Die gleiche Ehrung wurde ihm vom Vereinsvorsitzenden Nikolaus Wohlhöfner zuteil. Eine besondere Würdigung erhielt der frühere Vorsitzende Gregor Erlwein an diesem Festabend mit der Ernennung zum Ehrenvorstand.

1991  Gründung des Kinder- und Jugendchores

Um eine Verjüngung und Verstärkung im Chor zu ermöglichen, trug man den Gedanken eines Nachwuchschores schon länger, um junge Leute für den Gesang zu begeistern. Erst durch die Fortbildung von Renate Wohlhöfner, Petra Wagner und Brigitte Messingschlager in Chorleiterkursen auf Burg Feuerstein konnte dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt werden.

Am Gründungstag begrüßte der 1. Vorsitzende Nikolaus Wohlhöfner die stolze Anzahl von 17 Kindern mit ihren Eltern im Vereinslokal Nagengast. Die 17-jährige Renate Wohlhöfner, Tochter des 1. Vorsitzenden,  übernahm die musikalische Leitung des neu gegründeten Kinder- und Jugendchores und begann im September 1991 mit den ersten Chorproben. Der junge Chor fand in den ersten zehn Jahren regen Zuspruch im Ort, über Jahre hinweg kamen zeitweise bis zu 27 Kinder und Jugendliche zu den Chorproben und sorgen seitdem für ein kontinuierliches Wachsen des Vereins.

In den vergangenen Jahren begeisterten der Kinder- und Jugendchor mit verschiedenen Projekten und regelmäßigen Auftritten wie Mitgestaltung von Adventsgottesdienste, Jugend-kreuzwege, Umrahmung von örtlichen Vereinsfeiern, Teilnahme an Kinderchortagen der Fränkischen Chorjugend. Ein ganz besonderes Ereignis boten 2005 die Kinder und Jugendlichen der Kinderchöre aus Schlaifhausen und Leutenbach mit der Aufführung des Kindermusical’s „Der Traumzauberbaum“. Dieses bezaubernde Projekt brachten die jungen Sänger- und Sängerinnen unter der Regie ihrer Chorleiterin Renate Wohlhöfner mit viel schauspielerischer Leistung und gesanglichen Solis bestens zu Gehör.

In letzter Zeit erlitt der Kinderchor allerdings eine Flaute, nachdem sich der Nachwuchs im Ort nur sehr gering einstellte und auch auf örtlicher Vereinsebene ein breites Betätigungsfeld geboten wird. Deshalb wurde im Jubiläumsjahr mit den Kindern des Kinderchores Leutenbach eine gesangliche Kooperation gebildet, um weiterhin die Chorarbeit aufrecht zu erhalten.

Anfang der 90iger Jahre sicherte der damalige Bürgermeister Ernst Drummer den Ausbau eines Raumes im früheren Gemeindehaus in Schlaifhausen für die kulturelle Nutzung örtlicher Gruppen zu. Unter Mithilfe von Vereinsmitgliedern konnte ein erweiterter Probenraum eingerichtet werden. Dies erwies sich als eine glückliche Lösung, mussten doch einige Jahre lang die Kinderchorproben in den Gasträumen des Vereinslokals Nagengast abgehalten werden. Die für die Chorarbeit notwendigen Instrumente können dort  gut untergebracht werden und stehen jederzeit zur Verfügung.

Im Jahr 1995 hielt der Verein eine kleine 30-Jahr-Feier des Gemischten Chores mit Ehrungen für kirchliches Wirken und Singen durch Herrn Pfarrer Bernhard Friedmann, im Auftrag des Amtes für Liturgie und Kirchenmusik des Erzbistums Bamberg.

Das Jahr 1996

Nach 19 Jahren erfolgreicher, unermüdlicher Vorstandstätigkeit, die den Verein gesanglich und kulturell prägten, gab Nikolaus Wohlhöfner 1996 sein Amt an Angela Brügmann ab. Erstmals in der Vereinsgeschichte führt eine Frau den Vorsitz des Vereins an.

Die sehr engagierte, neue Vorsitzende führte zusammen mit der neu gebildeten Vorstandschaft den Verein voller Tatendrang. Ihre erste große Feuertaufe bestand sie bereits 2 Jahre nach ihrem Amtsantritt mit der Feier des 90jährigen Vereinsjubiläums 1998. Das Jubiläum wurde an 2 Tagen im Festzelt mit einem Wunschkonzert von beliebten Chorliedern, die die Festbesucher per Stimmenwahl auswählen konnten, ausgiebig gefeiert.

Auf Initiative von Vereinsmitgliedern, insbesondere des 2. Vorstandes Christoph Drummer, konnte 1999 für das jährlich wiederkehrende Johannisfeuer ein Imbiss- und Küchenwagen für den Vereinsbedarf angefertigt werden. In unermüdlicher Arbeit entstand ein großer, mobiler Verkaufswagen, durch den die vielen Vorbereitungen für eine gesellige Zusammenkunft  in freier Natur ernorme Erleichterung bringen.

1998  Neue Chorkleidung

Die Frauen des Gemischten Chores kleideten sich bereits 1983 anlässlich der 75-Jahr-Feier erstmals einheitlich ein. Doch der Zeitgeist der Mode änderte sich und so beschloss 1996 die Vorstandschaft unter ihrer neuen Führung von Angela Brügmann eine einheitliche Chorkleidung für die Frauen und Männer des Chores anzuschaffen, um den Chor ein einheitliches äußeres Erscheinungsbild zu geben, zumal das 90jährige Vereinsjubiläum 1998 gefeiert werden sollte. 

1999    CD-Aufnahme unserer Lieblingslieder    

Einmal uns selbst zuhören können, das hat sich der Chor schon oft gewünscht. Bei den Proben der Festmesse zum 50jährigen Bestehen der Filialkirche Schlaifhausen setzte der Chorleiter Michael Wagner den Wunsch um und begann zusammen mit Jochen Sitzmann aus Langensendelbach mit den Vorbereitungen zur Aufnahme. Mit großen Einsatz und hoher Konzentration konnte der Gemischte Chor eine Auswahl seiner Lieblingsstücke aufnehmen. Das Repertoire der CD mit dem Titel  „Musik erfüllt das Leben“ umfasst die Chorsätze:

  • Missa in G – Satz: Giovanni Batista Casali
  • Ave Maria – Satz: Jacob Arcadelt
  • Glorwürd´ge Königin – Satz:: Lied des Hl.Alfons
  • Brüder reicht die Hans zum Bunde –  Satz:: Bundeslied
  • Wenn in stiller Stunde – Satz:: Karl Groos
  • Die kleine Bergkirche – Satz:  Walter Geiger
  • Überall auf der Welt – Satz:  Guiseppe Verdi aus der Oper „Nabucco“
  • Musik erfüllt das Leben – Satz: Willy Trapp
  • Frisch gesungen  – Satz: Friedrich Silcher
  • Wir lieben sehr im Herzen – Satz: Daniel Friderici
  • Hab` Sonne im Herzen  – Satz: Carl Frey
  • Fränkische Schweiz  – Satz: Erwin Werther

Die CD ist ein Dokument unseres Wirkens vor Ort und lässt unseren Chorgesang überall hörbar machen.

Das 10-jährige Kinderchor-Jubiläum im Jahr 2001 wurde würdig mit fröhlichem Gesang und   Vorträgen mit anschließendem Spieleparcour im Freien ausgelassen gefeiert. Für unsere jüngsten im Verein und Gast-Kinderchöre aus Kersbach, Leutenbach und Kirchehrenbach war dies ein kurzweiliger und munterer Nachmittag. Die Chorleiterin Renate Wohlhöfner konnte einen eigens für diese Festveranstaltung gebildeten Ehemaligenchor bühnenreif präsentieren. Ein Gemeinschaftschor der anwesenden Chöre entführte die Zuhörer mit einer „Reisekantate“, dargestellt mit symbolischen Kulissen, um den Globus. Die Besucher und Kinder waren hellauf begeistert.

Das Jahr 2003 bedeutete eine Veränderung in der Vereinsführung. Nach dem Wegzug übertrug Angela Brügmann nun offiziell ihr Amt an den amtierenden 2. Vorsitzenden Ingobert Kintopp, der ihr zum Dank für ihre geleistete Arbeit ein Ölgemälde mit dem Motiv vom Rodenstein als Erinnerung an Schlaifhausen überreichte. Im Herbst des gleichen Jahres wurden im Rahmen eines Ehrungsabends eine Reihe verdienter Mitglieder des Vereins zu Ehrenmitgliedern ernannt. Der frühere Vorstand Nikolaus Wohlhöfner erhielt für sein langjähriges Wirken eine besondere Würdigung und wurde zum Ehrenvorstand ernannt.

Das Jahr 2004

Unter dem neuen 1. Vorsitzenden Ingobert Kintopp wurde die Reihe der Konzerttätigkeiten intensiviert. Die Einladungen zum Mitwirken bei Festabenden von Vereinen der Sängergruppe Forchheim-Ost und zu Chorkonzerten in den umliegenden Ortschaften konnten kontinuierlich und verstärkt wahrgenommen werden, nachdem sich erfreulicherweise einige jugendliche Sänger/-innen in den Gemischten Chor einreihten. Es stellte für unseren Chorleiter Michael Wagner immer wieder eine Herausforderung dar, den Chor mit passendem Liedgut aufs Neue zu motivieren. Damit der Gemischte Chor seinen musikalischen Verpflichtungen stets nachkommen konnte, stand die engagierte Kinderchorleiterin Renate Wohlhöfner wiederholt als Vertretung zur Verfügung.

Weiterhin ist bemerkenswerter weise festzustellen, dass im Verlauf der letzten 20 Jahre aus dem Chor heraus drei weitere Chorleiterinnen hervorgegangen sind, die über mehrere Jahre hinweg Chorleiterfunktionen ausübten. Dies sind: Alexandra Wagner, Martina Wohlhöfner, Doris Kintopp.

Unter dem Vorsitz von Ingobert Kintopp und seiner rührigen Stellvertreterin Waltraud Weisel wurden die Vereinsmitglieder einig, das 100-jährige Jubiläum im Jahr 2008 entsprechend festlich zu begehen. Möge das kommende Fest gut gelingen und allen Mitwirkenden, Gästen und Freunden des Gesangs viel Freude bereiten. Es möge auch Ansporn und Auftrag zugleich sein, unsere edlen Lieder als ein unvergleichliches Volksgut der Nachwelt zu erhalten. Deshalb wäre es wünschenswert, dass sich künftig viele Sängerinnen und Sänger, vor allem junge Leute, die gerne singen, unseren beiden Chören anschließen. Sie alle sind bei uns herzlich willkommen.

Text: 1908 – 1945 Gründung eines Männerchores von Maria Kintopp
Schlaifhausen, im Mai 2008